5 Minuten Motivation

Macht Ausbilden glücklich? Es gibt Momente, da würde man rufen: Auf gar keinen Fall! 

So kann es einem beispielsweise gehen, wenn man sich mal wieder ein Bein für die Azubis ausreisst und keiner das merkt, honoriert oder sich jedenfalls der Höflichkeit halber bedankt. Meistens ist es nämlich so, dass Azubis die Bemühungen ihres Ausbilders als selbstverständlich erachten. (Manchmal hört man hinterher – Jahre später – von den Azubis: „Jetzt weiß ich erst, was Sie damals für uns getan haben.) Im Hier und Jetzt werden Ausbilder nicht gerade mit Danksagungen überschüttet. Wenn es Ihnen auch so geht, habe ich eine kleine Übung für Sie zur Motivation.

Sie brauchen nur einen Zettel und einen Stift und fünf Minuten Zeit.

 

Los geht´s!

 

Foto 01.05.14 15 14 08

 

Stellen Sie sich vor, ich würde Ihnen jetzt € 100 schenken. Einzige Bedingung: Sie müssen das Geld für sich selbst ausgeben. Notieren Sie bitte auf einem Blatt Papier drei Punkte:

 

1. Was machen Sie mit dem Geld?

2. Wie glücklich fühlen Sie sich damit auf einer Skala von 0 – 10 (10 ist sehr glücklich)?

3. Wie lange wird Ihr Glücksgefühl wohl anhalten? Notieren Sie die Dauer bitte in Minuten, Stunden, Tagen oder mehr.

 

Dom_11

 

Haben Sie Ihre Antworten festgehalten? Wenn nicht, notieren Sie erst einmal Ihre Antworten, bevor ich Sie zu einem zweiten Gedankenexperiment einlade.

 

Foto 01.05.14 17 05 40

Weiter gehts!

Stellen Sie sich wieder vor, Sie bekämen € 100 von mir geschenkt.

Diesmal ist aber die Bedingung, dass Sie den Betrag jemand anderem schenken. Sie können die Summe auch aufteilen. Sie können das Geld verschenken oder ein Geschenk kaufen. Stellen Sie sich auch diese Situation lebhaft vor und antworten Sie wieder auf die Fragen von vorhin:

1. Was stellen Sie mit dem Geld an?
2. Wie glücklich werden Sie sich dabei auf einer Skala von 0 – 10 fühlen?
3. Wie lange wird das Glücksgefühl wohl anhalten?

Nun halten Sie die Listen gegeneinander.

Es würde mich nicht überraschen, wenn Sie den Beweis vor sich sehen, dass Geben seliger denn Nehmen ist 🙂

Ja, klar, manchmal erfährt man als Ausbilder nicht genügend Wertschätzung. Dann muss man sie sich selber geben. Und das wiederum ist sehr leicht als Ausbilder. Denn es ist Tatsache,

… dass man etwas Sinnvolles tut.
… dass man eine Menge bewegen kann.
… dass man viele kreative Freiheit hat.
… dass man junge Menschen maßgeblich in Ihrem Werdegang unterstützen kann.
… dass man einfach einen tollen Job hat.

Und darum macht Ausbilden auch so glücklich!

Foto 01.05.14 16 55 42

Kommentar schreiben

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.