Uralte Hüte (hier: der OHP)

S/W Ver: 96.66.71RAnfang der 2000 er Jahre erhielt man in Präsentations- und Rhetorikseminaren noch den Rat, man möge seine PowerPoint-Präsentation stets auch als Foliensatz mit zum Vortragsort bringen. Nur für den Fall, dass die Technik streikt. Irgendwann verschwand das Thema. Aber falls Sie denken, dass  der Overhead-Projektor – oder kurz: OHP – den Weg des Walkmans ging: weit gefehlt.

Der OHP wird durchaus noch genutzt. Zum Beispiel in den mündlichen Abschlussprüfungen der Hamburger Industriekaufleute.

Wirklich wahr. Die Azubis dürfen ihre Präsentationen auf Pinnwand, Flipchart und  – ja eben – Overheadprojektor vorbereiten. PowerPoint hingegen ist nicht zugelassen.

Seltsame Situation. Nicht nur, dass die Friemelei mit den OHP-Folien in quasi keinem Unternehmen mehr stattfindet, also vollkommen irrelevant für die Praxis ist. Viel wichtiger ist die Frage: Wo sollen die Azubis eigentlich lernen, mit dem Teil umzugehen? Welcher Betrieb hat denn schon noch einen?

Die Handhabung des ollen Projektors bringt auch nicht den geringsten Nutzen für die Azubis. Das ist nicht wie beim Kopfrechnen versus Taschenrechner. Trotzdem werde ich es wohl wieder mit in die Präsentationsseminare aufnehmen müssen. Schade, um die schöne Zeit.

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