Digitale Medien im Seminar einsetzen

Nehmen wir mal das Smartphone. Nur so als Beispiel. Denn ziemlich viele Ausbildungsbeauftragte und Ausbilder ärgern sich ja manchmal über Smartphones. Bzw. über Azubis die nicht aufhören können, damit herumzuspielen. Ehrlich gesagt: ich auch. Es irritiert mich einfach, wenn sich jemand mit seinem Smartphone beschäftigt, während ich (oder ein anderer aus der Gruppe) etwas erzähle. Daher bitte ich im Vorwege darum, das Smartphone nur in den Pausen zu benutzen. Man kann das aber auch anders herum angehen.

 

Perspektivwechsel: das Smartphone

 

Der Kunsttherapeut und Fotograf Volko Lienhard lässt die Teilnehmer in seinen Workshops mit dem Smartphone arbeiten. Es geht um das Fotografieren (oder Filmen), die Bildbearbeitung mit Apps und die anschließende Bildbesprechung.

Das bringt Auszubildenden nicht nur ungeheuren Spaß, sondern nimmt durch den Technikbezug auch die anfängliche Scheu, sich in einer Gruppe zu öffnen.

Gerade junge Menschen, die noch nicht gewohnt sind, die eigenen Gedanken, Gefühle und Handlungen zu reflektieren, kommen auf diese Art spielerisch an ihre inneren Themen. Und zwar viel schneller als es im normalen Seminarkontext möglich wäre.

 

Kunsttherapeutische Möglichkeiten im Seminarkontext

 

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Kunsttherapeutische Ansätze eignen sich für Kreativitätstrainings, zur Burnoutprävention, für alle Kommunikationsthemen, Teamtrainings oder auch Einweisungsseminare für neue Auszubildende.

Nur mal so als Beispiel für einen kunsttherapeutischen Part im Einweisungsseminar stelle man sich vor: Statt einer (mittelmäßigen spannenden) Betriebsführung werden die Azubis losgelassen, den neuen Arbeitsplatz auf eigene Faust zu erkunden und so abzulichten, wie er sich ihnen gerade darstellt, öffent oder verschließt.

Die Ergebnisse sind nicht nur spannend für die Teilnehmer. Sondern auch für die Ausbilder. Wann erfährt man schon mal ganz ungefiltert, wie das eigene Unternehmen auf andere Menschen wirkt und wie sie sich dort (willkommen) fühlen.

 

Ach, ehrlich, manchmal wäre ich sehr gern noch hauptamtliche Ausbilderin in einem Unternehmen. Das mit den digitalen Medien im Seminar würde ich dann nämlich machen.

 

Telefon

 

Zum Angebot von Volko Lienhard geht es hier: Lienhard Drive

 

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