Auf die Prüfung, fertig, los!

PläneKümmern Sie sich eigentlich um die Prüfungsvorbereitung Ihrer Azubis? Manche Ausbilder machen das. Andere nicht. Was beides richtig sein kann. Denn manche Azubis haben Unterstützung nötig – oder dass die Ausbilder ein bisschen Druck machen. Andere brauchen das nicht. Wie das bei Ihren Azubis aussieht, können Sie wie immer nur erfahren, wenn Sie fragen.

So etwa 6 Wochen vor dem Prüfungstermin ist der Zeitpunkt nicht schlecht. Noch ist genügend Spielraum für eine relativ entspannte Prüfungsvorbereitung. Gleichzeitig wird der Termin selbst für verträumte Azubis allmählich real. Das bedeutet allerdings noch nicht, dass diese Azubis selbstständig mit dem Lernen beginnen. Es gibt so viele andere Dinge, die mehr Spaß bringen oder wichtiger erscheinen.

  • Die ultimative Party, auf der man unbedingt dabei sein muss.
  • Die ersten Frühlingstage, die man auf gar keinen Fall am Schreibtisch verbringen will.
  • Die aktuelle Abteilung, in der man endlich mal so richtig gefordert ist und in der man vielleicht sogar übernommen wird.
  • Das Date mit dem Traumprinzen oder der Traumprinzessin, das absolut nicht verschoben werden kann.

So ist das eben für viele Jugendliche. Aber morgen… morgen werden sie ganz sicher anfangen zu lernen.

Andere Azubis haben große Versagensängste. Für sie kann die anstehende Prüfung mit derart negativen Gefühlen belastet sein, dass sie das Thema nicht angehen wollen und jeden Gedanken daran unterdrücken. Manchmal bis es zu spät ist.

Ein offizieller Startschuss von Ihrer Seite ist also hilfreich. Laden Sie Ihre Azubis zu einem Kick-off-Meeting ein. Vermitteln Sie, dass es jetzt losgeht. „Soll ich mit dem Lernen anfangen oder soll ich nicht“- das gibts ab sofort nicht mehr.

„Hör nicht auf Dein Gefühl, sondern beginne sofort mit dem Arbeiten.“

Ein letztes Mal wird gemeinsam auf das Gefühl gehört und abgewogen, was für oder gegen das Lernen spricht. Erstellen Sie dafür eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

Das kann in einer Gruppe gut über eine Kartenabfrage laufen. Visualisieren Sie beispielsweise folgende Fragen an zwei Pinnwänden

  • Für die Prüfungsvorbereitung spricht langfristig …
  • Für die Prüfungsvorbereitung spricht kurzfristig …
  • Gegen die Prüfungsvorbereitung spricht kurzfristig …
  • Gegen die Prüfungsvorbereitung spricht langfristig …

Spätestens in der anschließenden Diskussion wird klar, dass ab sofort mit der Vorbereitung begonnen wird.

DerWegistderWegStimmen Sie Ihre Azubis auf die Lernphase ein. Lernen kann ja auch phantastisch sein. Wenn man weiß

  • wie man gut lernt
  • was man genau lernen muss
  • wo und wann man lernen kann

Versichern Sie Ihren Azubis, dass Sie in allen Fragen unterstützen werden. Zwar werden die nächsten Wochen anstrengend, aber sie werden auch etwas Besonderes. Es wird nicht viel Zeit bleiben, um nach links und rechts zu gucken. Aber mit jedem Schritt können die Azubis zufriedener mit sich sein.

Und dann gehts wirklich los.

Geben Sie Ihren Azubis ganz überraschenderweise für den Rest des Tages  „frei“, um

  • ihre Schreibtische aufzuräumen. Das ist super-wichtig, denn nur an einem ordentlichen Schreibtisch, kann ordentlich gelernt werden. Die Bitte um ein „Beweisfoto“ per e-Mail bis zum nächsten Morgen kann Wunder wirken.
  • die Schulsachen auf Vordermann zu bringen. Sind alle Unterlagen vorhanden? Muss  noch etwas von Mit-Azubis oder Mitschülern kopiert werden. Ist alles geordnet oder wild durcheinander?

Damit unterstreichen Sie die Bedeutung der Prüfungsvorbereitung und nehmen ihr gleichzeitig die bierernste Dramatik.

Nach diesem ersten Treffen können Sie gut beurteilen, ob und welche Hilfestellungen Ihre Azubis weiterhin zur Prüfungsvorbereitung benötigen.

 

 

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