Sinnsuche

Ein kurzes Gespräch auf dem Flur – „Du kannst doch so gut mit jungen Leuten“ – und schon ist man wie nebenbei zum Ausbildungsbeauftragten benannt. Aber nebenbei ausbilden funktioniert nicht. Ausbilden kostet Zeit und Mühe. Trotzdem übernehmen viele Mitarbeiter diesen Job gern. Warum eigentlich?

Für die Rolle des Ausbildungsbeauftragten gibt es in kaum einem Unternehmen einen Bonus. Kein zusätzliches Geld, keine zusätzliche Zeit, nicht zwingend Verständnis von Vorgesetzten und Kollegen. Nicht einmal die Azubis danken es einem regelmäßig. Eigentlich denkbar demotivierende Voraussetzungen.

Dennoch finden viele Ausbildungsbeauftragte für sich selbst gute Gründe, Engagement für den Nachwuchs zu zeigen. Denn die Arbeit mit jungen Menschen hat Sinn. Ganz konkret der Nachfolgegeneration etwas zu geben, ist viel besser als Palaver auf politischer Bühne oder am Stammtisch. Und ich beobachte: Je klarer man für sich beantworten kann, warum man das eigentlich macht, desto größer die Zufriedenheit mit der eigenen Leistung.

Oberflächlich betrachtet geht es darum, Kenntnisse und Fertigkeiten weiterzugeben. Aber das ist längst nicht alles. Oder vielmehr hängt es von Ihnen ab, ob das alles ist. Wie Sie die Einsätze der Azubis gestalten, hängt von richtig großen, gehaltvollen Fragen ab:

  • Wer möchte ich für den Azubi sein?

  • Was habe ich der jungen Generation zu geben?

  • Welche Werte verkörpere ich?

  • Wo liegt für mich der Sinn einer Berufsausbildung?

Hier ein Formular mit dem Sie sich auf Sinnsuche begeben können: Warum mache ich das eigentlich

 

 

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