Welche Rollen spielen Sie (gern)?

Jeder von uns hat verschiedene Rollen inne. Wir sind z.B. Führungskraft der Azubis – manchmal aber auch so was wie ihr Sekretär oder Sachbearbeiter. Wir sind Ansprechpartner für die Ausbildungsbeauftragten, den Betriebsrat und die JAV, die Schule, die Kollegen. Manche Ausbilder fungieren als PR-Spezialist, geben innerbetrieblichen Unterricht, sind Kummerkasten oder Coach. Wir sind daneben aber auch noch Angestellte. Viele haben „nebenbei“ auch noch einen anderen Fulltime-Job.

 

Beleuchten Sie Ihre Rollen

 

Ein Weg, seinen Job ganzheitlich zu beleuchten, besteht darin, genau zu schauen, welche Rollen wir in unserem Job spielen und welche Wichtigkeit die jeweilige Rolle für uns hat. Denn nur wenn wir unseren Job so planen, dass er zu uns und unseren Bedürfnissen passt, werden wir ihn gern ausführen. Das kann niemand von außen tun. Schon gar nicht die Führungskraft. Wir müssen selber unsere Jobrollen überdenken und eventuell neu auf die eigenen Bedürfnisse ausrichten. Das ist in den meisten Fällen nicht von heute auf morgen realsierbar. Aber als erster Schritt ist es schon mal super, wenn man weiß, wohin man will.

 

Ziel dieser Übung

Das Ziel dieser Übung ist, dass Sie einen Überblick über die Bandbreite Ihrer Verantwortungen bekommen. Natürlich haben wir alle unterschiedlichste Verantwortungsbereiche, in denen wir bestimmte Rechte und Pflichten haben. Wenn wir aber zu viele Verantwortungen auf einmal übernehmen, dann leidet jede einzelne Aufgabe darunter. Deswegen ist es sinnvoll, dass jeder Mitarbeiter nur eine bestimmte Anzahl an Aufgaben (Verantwortungen) hat, so dass er jede einzelne angemessen ausfüllen kann.

 

Finden Sie die Rollen Ihres Jobs

 

Schritt 1: Finden Sie bitte heraus, welche Rollen Sie in Ihrem Job alles spielen. Schreiben Sie alle Rollen untereinander. Hier folgen einige Beispiele für die Rollen, die Ausbilder spielen können:

  • Lehrer
  • Mentor
  • Coach
  • PR-Spezialist
  • Mitarbeiter
  • Teamkollege
  • „Mama/Papa“
  • Ansprechpartner für BR, JAV, Schule, zuständige Stelle
  • Personalentwickler
  • Recruiter
  • etc. pp.

Keine Anmerkung: Wenn Sie mehr als 20 Rollen spielen, könnten Sie darüber nachdenken, ob Sie Ihren Job etwas vereinfachen müssen. 🙂

Schritt 2: Als nächstes untersuchen Sie diese Rollen einmal etwas genauer, indem Sie für jede Rolle die folgenden Fragen beantworten.

  • Was sind meine Aufgaben in dieser Rolle?
  • Fühle ich mich in dieser Rolle wohl?
  • Was gibt mir diese Rolle?
  • Was fordert mir diese Rolle ab?
  • Welche Rechte gehen mit dieser Rolle einher?
  • Welche Pflichten gehen mit dieser Rolle einher?
  • Welche Erwartungen habe ich selbst an mich in dieser Rolle?
  • Welche Erwartungen haben andere an mich in dieser Rolle?
  • Welche Wichtigkeit hat diese Rolle in meinem Job?

Schritt 3: Wenn wir auf zu vielen Hochzeiten tanzen, dann sind wir schnell überfordert und verlieren den Überblick. Ausgehend von dieser Übung, können Sie einige Entscheidungen treffen und zwar

  • In diese Rolle will ich mehr/ weniger Zeit investieren.
  • Diese Rolle werde ich aufgeben.
  • In dieser Rolle muss sich etwas ändern, und zwar…

 

PS.: die Rolle „Ich“

Erstaunlicherweise vergessen viele Menschen bei dieser Übung die allerwichtigste Rolle, nämlich die Rolle „Ich“. Falls es Ihnen auch so gegangen ist, dann fügen Sie diese Rolle zu Ihrer Liste hinzu und beantworten Sie genauso wie für die anderen Rollen alle Fragen. Das könnte zu einem wirklichen AHA-Erlebnis führen.

 

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